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Broome, eine Stadt an der Westküste Australiens im Nirgendwo. Gegründet einzig und allein als Ausgangspunkt für die Perlensuche. Broome wurde zwischenzeitlich Perlenhauptstadt der Südhalbkugel. Jede Menge Siedlungen wurden hauptsächlich von Chinesen, Japanern, Südseeinsulanern und Aboriginies gegründet. Nach der Weltwirtschaftskrise und dem Aufkommen von Zuchtperlen ließ Broome in die Bedeutungslosigkeit wieder zurückkehren.
Seit einigen Jahrzehnten wächst aber ein weiterer großer Markt, der des Tourismus und mit dem möchte ich mich nun auch näher beschäftigen, denn Broome hat für einheimische als auch für ausländische Touristen jede Menge zu bieten, dass viele sogenannte Touristenorte in Europa vor Neid verblassen würden. Einerseits eröffnet sich dem Besucher ein einzigartiger Farbenmix aus rostroter Erde (auch pindan genannt), dem perlweißen Cable Beach und der aquamarin blauen Roebuck Bay. Andererseits durch den enormen ausländischen Einfluss und der Tatsache, dass Broome Ziel vieler Abenteurer und Reisender ist und war, herrscht eine ganz besondere Atmosphäre, geprägt von der Kulturvielschichtigkeit, vor, die man fast nirgendwo in Western Australia in dieser Form wiederfindet. Aber was macht Broome zu einem der Topreiseziele an der Westküste? Das Wahrzeichen ist ganz unverkennbar der Cable Beach, ein 4km von der Stadt entfernter Strand, mit azurblauem Wasser und einem perlweißen Sandstrand, der bei Ebbe eine enorme Breite annimmt.
  
Es erinnert irgendwie an die Nordsee, zwar sind die Wattgebiete an der Nordsee noch viel größer und man findet in Broome keine Wattgebiete, aber dennoch wächst der Strand knapp 500 Meter in der Breite, was einzigartig in Australien ist. Außerdem ist bei Flut und dem entsprechenden Wind der Strand perfekt fürs Surfen oder Bodyboarden geeignet. Natürlich ist auch perfekt um einfach nur abzuhängen und die Seele baumeln zu lassen. Trotz der Bekanntheit des Cable Beachs hat es mich gewundert, dass er nicht überfüllt war, wie wir Strände aus Spanien oder Italien kennen. Im Gegensatz eine Zone mit liegen und der Rest war frei von jeglichem Tourismus, nur einzigartige Natur 8-10km entlang der Küste. Wenn man dem Cable Beach bis zum Ende folgt, erreicht man Gantheaume Point, wo man beeindruckende Klippen vorfindet, die durch Erosion verschiedene Formen angenommen haben. Außerdem auch verschieden farbige Schichten aufweisen. Das Besondere ist wohl, dass bei niedrigen Wasserstand uralte Dinosaurierspuren sichtbar werden. Am Cable Beach kann man einen ganzen Tag problemlos verbringen und man sollte es auch, denn abends ist die schönste Zeit an diesem Strand. Die weltberühmten Sonnenuntergänge sollte sich nämlich kein Besucher entgehen lassen. Die Sonne erscheint in dieser Gegend beim Sonnenuntergang viel roter als an anderen Orten und wenn man Glück hat, stimmt der Himmel auch und man ist von den Wolkenformationen verzaubert, die sich einem offenbaren. Als letztes sei noch zu erwähnen, dass es im Monat 3 Tage gibt, wo man ein besonderes Naturschauspiel beobachten kann, dem Aufgang der Mondes. Dazu muss man sich auf die andere Seite Broomes begeben bzw. an die andere Küstenseite. Ich hoffe jeder der vorhat Australien zu besuchen, wird Broome einen Besuch abstatten. Es lohnt sich nämlich!
  
Rechtlicher Hinweis: Copyright für die Fotos liegt bei Christian Schirra
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