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Ankunft in Sydney

Tagebuch - Bericht 1

Sydney Ankunft

Es ist nun schon einige Zeit her, dass ich in Australien war. Genau genommen flog ich im Juli 2009 dorthin. Damals war ich frisch aus der Schule, Gymnasium, Abitur gemacht. Also nicht mal 2 Wochen frei und schon direkt ganz woanders hin, wo ich noch nie in meinem Leben war. Ich jedoch mein Leben lang davon träumte etwas zu erleben, was absolut nicht alltäglich ist. Und dieses war für mich die Australienreise.

Also einiges an Vorbereitung war nötig diese Reise durchzuführen. Dies fing damit an, wie...

Aber dazu später mehr...

Wir schreiben den 12. Juli 2009, ein Tag wie jeder andere, aber nicht für mich. Für mich hieß es Abschied nehmen. Mein Backpack war gepackt. Es konnte losgehen in Richtung Australien, Sydney um genau zu sein. Sydney einer Stadt, die man nur aus den Nachrichten kannte. Die Olympiade fand dort statt, ein großes Ereignis, was mich damals schon packte. Ich sah die Harbour Bridge und die Oper und war fasziniert und sagte, dort müsse ich irgendwann mal in meinem Leben hin und 9 Jahre später sollte der Traum in Erfüllung gehen. Das Gepäck wurde aufgegeben und es hieß Abschied nehmen von meiner Familie. Einerseits sehr traurig, aber andererseits stieg eine innere Freude in mir auf. Ich sollte das erste mal in meinem Leben vollkommmen auf mich allein gestellt sein. Was wird mich wohl erwarten? Was werde ich erleben? Viele Fragen kreisten in meinem Kopf umher. Ich war gespannt. Da ich mit einer "Organisation" dorthin flog, war das Ticket bereits gebucht und ich ging in den Sicherheitsbereich. Die Organisation meinte es gut mit mir und schickte mich nicht alleine nach Sydney, sondern mit einem anderen Backpacker. Er hieß Jan, kam mit dem Flieger aus Hamburg und hatte die selbe Idee gehabt nach Australien zu gehen. Ich als Saarländer hatte natürlich meine Schwierigkeiten ihn auf Anhieb zu verstehen und es hieß es sich zu beschnuppern, denn wir sollten ja etwa 30 Stunden gemeinsam im Flieger und in Soeul unterwegs sein. Es schien zu funktionieren und wir stiegen abends in den Flieger nach Soeul. Eine Boeing 747-400, ich sollte erwähnen, ich bin ein Flugzeugfan. Das erste mal in einem solch großen Flugzeug. Und dann nach Soeul, andere Kultur, Asien. Wow, was sollte mich da erwarten, Asien, nein daran habe ich gar nicht gedacht. An Bord angekommen, hieß es sich mit dem Flugzeug anzufreunden. Eigentlich das größte Flugzeug auf der Welt. Gut heute ist es der A380. Aber davor war die 747 lange das Flugzeug, welches die meisten Passagiere befördern konnte. Also gespannt stieg ich ein und überraschend war das Flugzeug gar nicht so groß wie ich es erwartet habe. Unsere Plätze waren glücklicherweise am Fenster und hinter den Tragflügeln. So dass ich alles schön im Blick hatte. Achso es sollte noch erwähnt werden, wir flogen mit Korean Air. Sehr interessant, alle Flugbegleiterinnen sahen gleich aus, stellten wir sofort fest. Achso und womöglich alle nach Schönheit ausgewählt. Dies ist echt kein Vergleich mit deutschen Airlines. Immer ein Lächeln auf den Lippen, ob das nun echt ist, sei mal dahingestellt. Aber dies brachte eine positive Stimmung und man fühlte sich wohl. Problematisch wurde es jedoch bei dem Bestellen von Getränken oder noch schlimmer die Mahlzeiten. Ich hatte noch nie asiatisches Englisch gehört und hatte extreme Probleme damit, weshalb es ein Raten wurde, was ich essen sollte. "Bibi Pamp" wurde es schließlich, sehr lecker, aber man muss sich daran gewöhnen. Eben ein typisch koreanisches Essen. Dies weckte mein Interesse an asiatischem Essen, wieso ich wohl als ich Deutschland wieder war, das erste mal in meinem Leben koreanisch essen war. Aber dies ist ein anderes Thema. Also wieder zurück zum Flieger. Es war später Nachmittag als es dann losging. Wir hatten ein wenig Verspätung. Es war leicht bewölkt, dunstig. Typisches Sommerwetter. Nun ging es endlich los. Wir rollten zur Rollbahn. Achso es sollte erwähnt werden, dass es von Frankfurt aus losging. Ein Bild brannte sich in meinen Kopf. Nämlich das von der Rollbahn kurz vor dem Start. Ich sehe, wie ein Flugzeug gerade vor uns landet und wir als nächstes dran sind. Dann ging es los, wir rollten zur Startposition und nun wurde mir klar, das wars. Ich lasse alles hinter mir. Ich beginne für kurz ein neues Leben. Ohne Erwartungen, ich fliege ins Ungewisse. Ein echtes Abenteuer für mich, es fühlte sich so gewaltig an und es wurde mir von einer Sekunde auf die andere klar, dass es nun losgeht und es kein Zurück mehr gibt. Die ganzen Tage zuvor war der Stress, das Organisatorische, das Festhalten an Freunden, das Festhalten an seinem Leben. Es sollte losgehen. Aber das Neue wurde verdrängt. Nur in 2 Tagen bin ich Syndey. Aber was dann? Ja was dann? Das wusste niemand, das wusste ich nicht. Ein großer Augenblick in meinem Leben war dies definitiv und dann ging es los. Die Turbinen heulten auf. Erst ganz langsam bewegten sich all die Tonnen Stahl und dann wurde das Flugzeug schneller und schneller, die Terminals flogen an uns vorbei. Und dann das Abheben, ganz sanft hoben wir ab. Und stiegen recht langsam, man merkte sofort, dass der gesamte Flieger gefüllt war. Denn wir stiegen nicht allzu schnell. Das war ein seltsames Gefühl. Die ersten Wolken streiften uns. Da unten liegt mein Heimatland und nun geht es weit weg. Wir drehten nach rechts, es ging in Richtung von Hanau über Mitteldeutschland in Richtung Osten, Russland, Asien. Nach gefühlten 3 Stunden erreichten wir die Reiseflughöhe von 11000m. In Wirklichkeit waren es etwa 30 Minuten. Sofort bekamen wir leckere Getränke und die hübschen Flugbegleiterinnen wiesen uns in das super moderne Multi-Media-System ein. Man konnte auswählen, was man machen will, es gab jede Menge aktuelle Filme, Musik, Nachrichten usw. Es wurde einem mit Sicherheit nicht langweilig.

[Erlebnisse die erste]

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